Zebra
Aufgeben ist nicht meine Art...
Feindseligkeit ist meine Kuscheldecke ...

Und ob ich schon wandere im finsteren Tal, so fürchte ich kein Unglück mehr, so fürchte ich kein Unglück mehr.(Psalm23)

 

Als ich klein war, war die Welt so leicht. Ich konnte in den tag hinein leben. Ohne Sorgen, ohne jede Vorstellung was mich im Leben noch erwartet. Sorglose Welt. Doch dann wurde ich älter und meine kleine Welt immer größer. Ich lernte Dinge kennen, die ich lieber nie gekannt hätte. Da wurde mir langsam klar, dass die Welt nicht nur schöne Seiten hat. Und je älter ich wurde, desto mehr verwischte das Bild einer heilen Welt. Manchmal sitze ich hier und wünsche mir die alte Zeit zurück. Diese sorglose Welt. Doch ich weiß auch, dass mich das Leben noch mit so vielen schönen Dingen erwartet. Ich habe es bis hier geschafft und gehe meinen Weg weiter, egal was noch passiert. Wir können einfach nicht anders. Wir sehen eine Grenze und wollen sie überschreiten. Vielleicht weil es so aufregend ist, das Altbekannte gegen das neue einzutauschen. Es ist eine Art Mutprobe. Das Problem ist nur, wenn man einmal die Grenze überschritten hat, ist es beinahe unmöglich, wieder zurückzugehen. Aber, wenn man es doch schafft, ist es besser, man ist nicht allein. Jeden Morgen , wenn wir aufwachen, bekommen wir 86.400 Sekunden Leben für den tag und wenn wir am Abend einschlafen, wird uns die übrige Zeit nicht gutgeschrieben. Was wir am Tag nicht gelebt haben, ist verloren, gestern ist vergangen. Jeden Morgen beginnt der Zauber von neuem, aber die Bank kann unser Konto zu jeder Zeit ohne Vowarnung auflösen. Das Leben kann jeden Moment zu Ende sein. Was machen wir also aus unseren 86.400 täglichen Sekunden?

 

 

22.11.10 13:50
 


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